08. Juni 2022

Zwei Monate in Hamburg: Interview mit Marc Mewes

Seit zwei Monaten betreiben wir nun schon zwei Impfzentren in der Hansestadt Hamburg. Dort arbeiten wir mit der Sozialbehörde der Stadt zusammen, um eine niedrigschwellige und flächendeckende Immunisierung zu ermöglichen. Für die Hamburger Impfzentren ist Marc Mewes operativ verantwortlich. Nun wollten wir von ihm wissen, wie es ist, in einer fremden Stadt zwei neue Impfzentren aus dem nichts zu erschaffen.

1on1 Interview Marc Mewes

Marc, wie gefällt dir Hamburg?

Mir gefällt es sehr gut in Hamburg. Es ist eine sehr schöne und aufregende Stadt. Wir haben zwei gut laufende Impfzentren, ein eingespieltes Team und zufriedene Impflinge. Ich habe mich gut eingewöhnt. Nur an das wechselhafte Wetter in Hamburg muss ich mich noch gewöhnen.


"Zusammen mit den Ärzten vor Ort und den Experten in der Zentrale in München müssen oft kurzfristig Entscheidungen getroffen werden."



Bis dato hatte 21Dx keine Aktivitäten in Hamburg. Du hast also nicht nur zwei neue Impfzentren aufgebaut: Du bist in ein neues Bundesland vorgestoßen und hast eine neue Stadt für uns eröffnet. Wie war es, dort gleich zwei Impfzentren neu aufzubauen?

Es war sehr spannend! Unbekannte Standorte, viele neue Mitarbeiter, neue Systeme und Abläufe. In einer sehr kurzen Zeit haben wir viel geschafft: Messebau, Logistik, Personalbeschaffung, IT. Das Impfzentrum am Flughafen mit sehr hohen Sicherheitsstandards und damit verbundenen bürokratischem Aufwand war dabei eine ganz besondere Herausforderung für mich. So mussten alle Mitarbeiter dort eine Sicherheitsprüfung vorlegen. Auch ganz normale Dinge wie ein Banner, um auf unseren Standort aufmerksam zu machen, sind plötzlich unmöglich. Es könnte ja vom Wind mitgerissen und auf die Landebahn getragen werden. Daher mussten wir viele unserer Prozesse gleich zweimal neu erfinden: Einmal, um sie an die Gegebenheiten Hamburgs anzupassen und einmal, um den besonderen Herausforderungen des Flughafens Sorge zu tragen.

Unabhängig von der Stadt Hamburg; ist es eine Herausforderung für dich, zwei Impfzentren zu leiten?

Auf jeden Fall! Es ist ja nicht so, als hätte man vor der Pandemie große Erfahrungen mit dem Thema aufbauen können. Das Thema Covid-19-Impfungen ist ein sich noch immer ständig änderndes und sich entwickelndes Thema: neue STIKO Empfehlungen, neue Impfstoffe, politische Debatten, bisher noch nicht aufgeschlüsselte Konstellationen vom RKI: Wen darf ich impfen? Wann darf ich impfen? Was mache ich, wenn jemand dreimal genesen ist? Zusammen mit den Ärzten vor Ort und den Experten in der Zentrale in München müssen oft kurzfristig Entscheidungen getroffen werden. Wir sind eng im Austausch mit unserem Auftraggeber und den Mitarbeitern, um eine möglichst einheitliche Linie innerhalb der 21Dx zu gewährleisten und die Zufriedenheit der Impflinge stets im Blick zu haben.

Es scheint auch eine sehr vielfältige Aufgabe zu sein.

Das ist es tatsächlich. Bildlich gesprochen ist jedes Impfzentrum eine eigene Fabrik, für die Logistik, Personal und administratives organisiert werden muss. Obwohl operative Führung also ein großer Teil meiner Arbeit ist, ist es damit noch lange nicht getan. Ich muss Logistik koordinieren, mit der Öffentlichkeitsarbeit Rücksprache halten, bei der Schichtplanung ein Auge haben. Das sind natürlich alles eigene Abteilungen mit eigenen Mitarbeitern. Aber was Hamburg angeht, laufen diese Fäden alle bei mir zusammen.

Gibt es eine Anekdote aus Hamburg, die du erzählen kannst?

(lacht) Ich wollte mich zum Anfang nicht direkt als Berliner zu erkennen geben. Ich wurde aber schon nach dem ersten Satz als Nicht-Hamburger entlarvt, als ich die Mitarbeiter:innen mit „Moin Moin“ begrüßt habe - ein echter Hamburger sagt nur „Moin“.


Für Rückfragen
Jonas Singelmann
Director Marketing & Communication
21Dx GmbH
pr@21dx.de

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