01. Juni 2022

Was können Unternehmen für Eltern tun?

Heute ist Weltelterntag und dazu wünschen wir allen Eltern alles Gute! Es ist eine ungeheure Verantwortung, sich um ein oder mehr Kinder zu kümmern und es ist nicht immer leicht, Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen. Bei 21Dx tun wir unser Bestes, um die Eltern in unserem Unternehmen so gut zu unterstützen, wie es geht. Zu diesem Thema haben wir Daniela Thomann, Senior HR Managerin bei 21Dx befragt. Sie arbeitet eng mit den regionalverantwortlichen HR-Managern und Marcel Sroczynski, unserem Geschäftsführer für den Bereich HR zusammen.

1on1 Interview Daniela Thomann

Daniela, was siehst du als Hauptverantwortung deiner Arbeit?

Als Senior HR-Managerin ist es meine Aufgabe, sich um die Personalangelegenheiten zu kümmern. Doch das geht meiner Meinung nach weit über das Verwalten von Verträgen und Dokumentation hinaus. Dafür zu sorgen, dass die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter:innen nicht zu kurz kommen, ist dabei zentral. Ich sehe mich quasi als Vermittlerin zwischen den betriebswirtschaftlichen Interessen, die unsere Firma an unseren Mitarbeitern hat und den menschlichen.


"Wir wollen jedenfalls kein Unternehmen sein, dass seinen Mitarbeitern Steine in den Weg legt, weil sie Kinder haben."



Und wie äußert sich das mit Bezug auf Eltern bei 21Dx?

Die 21Dx ist ein sehr junges Unternehmen. Das Durchschnittsalter unserer nicht-operativen Mitarbeiter:innen ist irgendwo zwischen 30 und 40 Jahren, unsere operativen Mitarbeiter:innen sind in der Regel sogar noch jünger. Gerade der Umgang mit kleinen Kindern und den Herausforderungen, die sich daraus ergeben, sind daher zentral in unseren Überlegungen. Viele andere Unternehmen haben das Problem so nicht: Der durchschnittliche Arbeitnehmer ist ca. 45 Jahre alt.

Viele Mitarbeiter, gerade in verantwortlichen Positionen, haben also Kinder?

Ja, viele haben kleine Kinder zu Hause oder werden gerade zum ersten- oder zweiten Mal Eltern. Wir haben also eine große Menge an Mitarbeitern, die sich Kümmern müssen, gerade wenn die KITA, die Grundschule oder die Betreuung wegen Corona-Reglungen geschlossen wurden. Gleichzeitig war unser Geschäft in der Vergangenheit extrem Pandemiegetrieben. Hoher Mama- oder Papa-Bedarf stieß also auf erhöhte Arbeitsbelastung.

Was ist also die Lösung für das Problem?

Kinder, Elternschaft und die Komplikationen für Arbeitgeber, die sich aus Ihnen ergeben, als Problem zu begreifen, ist von vornherein der falsche Ansatz. Elternschaft ist Teil des Lebens der meisten von uns und sollte auch von Arbeitgebern so begriffen werden. Man kann es aber sicherlich als Komplikation beschreiben.


"Wenn im Hintergrund eines Telefonats dann Flöte geübt wird, gehört auch das halt dazu."



Und was ist dann die Lösung für die Komplikationen?

Es kann sicherlich keine Lösung sein, unsere Mitarbeiter:innen damit allein zu lassen. Die Erwartungshaltung, dass jeder Mitarbeitende einen Partner zuhause hat, der vollständig auf Arbeit verzichtet um sich um die Kinder zu kümmern, ist leider in vielen Unternehmen noch weit verbreitet; Es würde aber die Lebensrealität unserer Mitarbeiter:innen oft nicht abbilden. Stattdessen glauben wir, dass wir Voraussetzungen schaffen sollten, die unterschiedlichsten Lebens- und Familienentwürfen Raum bieten. Bei 21Dx hat sich deswegen eine eigen Firmenkultur gebildet, wie wir mit dieser Situation umgehen.

Als Unternehmen, das in der Corona-Krise entstanden ist, sind Homeoffice und Flexzeitpolicy von Anfang an ein Teil unserer Firmenorganisation. In den vergangenen zwei Jahren haben viele Organisationen Homeoffice möglich gemacht. Bei uns ist es selbstverständlich. Es gibt Mitarbeiter:innen, die nur für Firmenfeiern mal das Büro betreten. Sonst sind sie zu Hause. Unabhängig, ob sie das tun, weil sie zuhause gebraucht werden, in einer anderen Stadt wohnen oder einfach nicht ins Büro wollen – das sind alles valide Gründe für Homeoffice. Auch dass Eltern ihre Arbeitszeiten um die Bedürfnisse ihrer Kinder herum gestalten können, ist für uns ganz normal. Deswegen gilt für alle Mitarbeiter außerhalb von Schichtdiensten eine Flexzeitpolicy. Wir vertrauen unseren Kollegen, dass sie ihre Leistung erbringen, die wir vereinbart haben: Dass sie dazwischen mal ein Kind von der KITA abholen oder mit den Hausaufgaben helfen, ist selbstverständlich. Wenn im Hintergrund eines Telefonats dann Flöte geübt wird, gehört auch das halt dazu. Wer nachmittags anruft und sich daran stört, sollte es besser wissen.

Das muss aber auch Schwierigkeiten mitbringen, oder?

Selbstverständlich bringt das Schwierigkeiten mit sich. In manchen Firmen, in denen die Partner der Mitarbeiter sich um alle Kinder-Themen kümmern, kommt es wahrscheinlich nicht so oft vor, dass ein Mitarbeiter spontan um 14:00 los muss, weil ein Kind dringend von der KITA abgeholt werden muss; oder ein anderer überraschend von zu Hause arbeitet. Aber ein solches Verschieben der Verantwortung ist nicht fair für die jeweiligen Partner und auch nicht fair unseren Mitarbeitern gegenüber. Die Probleme verschwinden ja nicht, sie werden nur externalisiert. Ein anderes Problem kommt in stressigen Zeiten auf, wenn noch im späten Nachmittag Dinge geklärt werden müssen. Denn im späten Nachmittag bis frühen Abend gibt es Zeiten, in denen viele unserer Entscheidungsträger gerade einfach nicht können, weil Kinder abgeholt werden müssen. Aber all das sind Herausforderungen, die sich mit genügend Planung und einer Prise Flexibilität umschiffen lassen. Wir wollen jedenfalls kein Unternehmen sein, dass seinen Mitarbeitern Steine in den Weg legt, weil sie Kinder haben.


Für Rückfragen
Jonas Singelmann
Director Marketing & Communication
21Dx GmbH
pr@21dx.de

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